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Ralf Waldmann ist tot

Verantwortlicher Autor: Patricia Rennhack Alsfeld, 11.03.2018, 16:10 Uhr
Presse-Ressort von: Patricia Rennhack Bericht 8780x gelesen
Ralf Waldmann
Ralf Waldmann  Bild: Motorsport.com

Alsfeld [ENA] Schockierende Nachricht Ralf Waldmann ist tot: Er starb überraschender im Alter von 51 am 10.03.2018. Es ist kaum zu fassen das er nicht mehr unter uns ist, er war sehr beliebt und seine witzigen Kommentare und sein Fachkenntnis was den Motorrad-Rennsport anbetrifft werden uns sehr fehlen.

Seine Karriere: Ralf Wald geboren am 14.07.1966 in Hagen war ein deutscher Motorradrennfahrer. Waldmann fuhr sein erstes Rennen auf Kawasaki und beendet es als Vierter Sei Debüt gab er in der MotoGP im Jahr 1986 eim Großen Preis von Baden-Württemberg auf dem Hockenheim-Ring. Er fuhr auf Platz 19. Durch schlechtes Material bedingt fuhr er meist mit erhöhtem Risiko und stürtze oft. Erst 1990 fuhr er beim Großen Preis von Jugoslawien mit einer 125er Maschine einen vierten Platz ein. Im Jahr 1991 gewann der den Grand Prix von Deutschland auf dem Hockenheim-Ring auf einer B-Kit-Honda, ebenso wie den den Lauf in Assen.

Im Jahr 1991 gewann der den Grand Prix von Deutschland auf dem Hockenheim-Ring auf einer B-Kit-Honda, ebenso wie den den Lauf in Assen. In der Saison 1992 führte er nach 5 Rennen die Weltmeisterschaft souverän an, aber weil technische Defekt auftraten wurde er am Schluss doch nur dritter. 1993 wechselte er von Honda zu Aprillia und gewann das letzte Saison-Rennen in Jama. 1994 folgte ein Wechsel zu Dieter Stapperts HB-Racing-Team in die 250er-Klasse. Durch sehr gute Motorräder konnte Waldmann eine Reihe von Erfolgen einfahren, er fuhr 2x in dieser Zeit gegen den fast unbesiegbaren Italiener Max Biaggi, der 1996/1997 zweimal die Oberhand in der WM-Wertung hattte.

1998 machte Waldmann den Sprung von der 250er-Klasse in die 500er Klasse und fuhr dort meist nur im Mittelfeld. Bestes Ergebniss war der siebte Platz auf dem Sachsenring. Seinem persönlichen Engagement ist es auch zu verdanken das der Sachsenring als Standort für die Rennstrecke für den deutschen Motorrad-Grand-Prix beibehalten worden ist. Das war auch zu hören an stehenden Ovationen. 1999 wechselt Waldmann in 250cm wieder zurück, in das Team von Stappert und Schlögl, was auch einen Wechsel zu Aprillia bedeutete.

Das letzte Jahr im aktiven Motorradrennsport war 2000. Er gewann die Rennen von Jerez und Donington Park. Er schloss diese Saison als 7. 2001 macht er einen Abstecher in den Automobilsport, er fuhr einige Wildcart-Einsätze, für das UGT-3000-Team in der Motorrad-WM. 2002 kehrte Waldmann nach mehr als zwei Jahren Pause 2005 wieder auf die Bühne des Motorradsports zurück startete in der Superbike-Klasse der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM). Im November 2005 erklärte Waldmann seinen endgültigen Rücktritt vom Rennsport. Beim Großen Preis von Großbritannien 2009 gab Waldmann als Ersatzfahrer, im Kiefer Racing Team ein Kurzcomeback in der 250cm Weltmeisterschaft. Durch einen Sturz schied er nach ein paar Runden aus.

Ralf Waldmann bestritt 169 Grand-Prix Rennen und hat davon 20 gewonnen, aber er wurde nie Weltmeister. 2009 kaufte Waldmann mit dem ehemaligen Motorradrennfahrer Martin Wimmer das Motorrad-und Zweiradwerk Zschopau und versuchte bis 2013 vergeblich das Unternehmen zu sanieren. Ralf Waldmann war dann als Reporter auf den Rennstrecken in Europa unterwegs für Eurosport von 2015 – 2017. Das letzte Rennen was er mit dem Kollegen Jan Stecker kommentierte war das Final-Rennen in Valencia. Es ist wieder eine Größe aus dem Rennsport von uns gegangen.

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