Montag, 20.01.2020 02:39 Uhr

Protest vor dem Landesarbeitsgericht

Verantwortlicher Autor: Wolfgang Weichert Stuttgart, 05.12.2019, 21:51 Uhr
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Demonstranten vor dem Landesarbeitsgericht
Demonstranten vor dem Landesarbeitsgericht  Bild: Wolfgang Weichert

Stuttgart [ENA] Vor dem Landesarbeitsgericht in Stuttgart formierte sich der Protest gegen die Gruppe Zentrum Automobil. Vor dem Gericht wurde über die Entlassung eines Daimler-Mitarbeiters geurteilt, der wegen rassistischer Beleidigung eines Kollegen entlassen wurde.

Schon gegen 09:00 Uhr trafen sich die Demonstranten vor dem Landesarbeitsgericht. Als gegen 11:00 Uhr der Kläger und seine Sympathisanten das Landesarbeitsgericht betreten wollten, wurden sie von den Demonstranten daran gehindert. Als die Polizei den Weg zum Gerichtsgebäude frei machte, kam es zu Rangeleien zwischen der Polizei und den Demonstranten. Hierbei setzte die Polizei Schlagstöcke und Pfefferspray ein.

Als der Kläger und seine Sympathisanten im Gerichtsgebäude waren zogen die Demonstranten vor das Gewerkschaftshaus, wo eine Kundgebung stattfand. Der Fall der Entlassung des Daimler-Mitarbeiters hatte für Aufsehen gesorgt, nachdem die Gruppe „Zentrum Automobil“, die sich als „alternative Gewerkschaft“ bezeichnet, die Kündigung in einem Video thematisiert und den gekündigten Mitarbeiter als Opfer eines Komplotts dargestellt hatte. Auch das Landesarbeitsgericht als zweite Instanz bestätigte am Donnerstag die fristlose Kündigung des 46-Jährigen. Der Mann hatte laut Gericht islamfeindliche Bilder per Handy an einen türkischen Kollegen muslimischen Glaubens geschickt. Als das bekannt wurde, warf Daimler ihn im Sommer 2018 raus.

Pfeffersprayeinsatz
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